Celestina

Die Moritat vom eiskalten Gasanstaltsdirektor
Peerless Pneumatic Organ, ca. 1880 USA, 
20 Tonstufen, Papierrollen 9 cm breit, Vakuumabtastung, 
22 Holzrölleli mit Papierstreifen vorhanden.

Celestina

Funktionsweise Celestina

 Funktionsweise der Celestina

  1. Gelochtes Papier
  2. Panflöte
  3. Rolle zum Aufrollen
  4. Rolle zum Abrollen
  5. Windlade
  6. Ventil
  7. Membrane oder Blasbalg
  8. Vibrierende Zunge
  9. Kapillaröffnung

Die Celestina ist ein Instrument, das mit Luft und einem gelochten Papierband arbeitet, das über eine sogenannte Panflöte gleitet. Diese hölzerne Panflöte besitzt so viele Löcher oder Pfeifen wie das Instrument Noten hat. Das hier abgebildete Exemplar hat zwanzig vibrierende Bronzezungen wie ein Harmonium. Durch Drehen der Kurbel betätigt man ein Gebläse, das Luft ansaugt, und eine Holzwalze, auf die sich das gelochte Papier aufrollt. Es kommt von der Spule, die wir vorne abgebildet haben, und enthält im allgemeinen mehrere Melodien. Das Instrument besitzt eine Windlade, durch die die Luft angesogen wird, und Verschlussventile, die nur aufgehen, wenn die Löcher des Papiers über die Panflöte gleiten. Diese Ventile werden durch kleine Blasebälge betätigt, die aus einer sehr dünnen, luftdichten Ledermembrane bestehen. Die Aussenluft dringt durch die Löcher im Papier, strömt durch die entsprechende Pfeife, bläst die Membrane auf, welche ihrerseits gegen das Ventil stößt und es öffnet. Jetzt vibrieren die Zungen wie beim Harmonium. Ein kleines Loch, genannt Kapillar, ermöglicht, dass die Membrane sich sofort leert, sobald die Lochung über die Panflöte geglitten ist.


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© Peter Hunziker, Bänkelsänger und Liedermacher, CH-3400 Burgdorf

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